Ordination Univ. Prof. Dr. Smola
 

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PsychoOnkologie


An der Grazer Universitätsklinik für Chirurgie wurde in Kooperation mit der Universitätsklinik für medizinische Psychologie und Psychotherapie eine psychoonkologische Ambulanz für BrustKrebspatientInnen und andere Krebserkrankungen eingerichtet. Die Einrichtung ist aus dem Bemühen der Arbeitsgruppe für Mammachirurgie der Klin.Abteilung für Allgemeinchirurgie, Univ.Klinik für Chirurgie (Leiter: Univ.Prof.Dr.M.G.Smola) entstanden, den BrustkrebsPatientInnen und deren Angehörigen neben einer anspruchsvollen universitären chirurgischen Betreuung auch eine begleitende und vor allem beim Erstkontakt beginnende psychologische-psychotherapeutische Betreuung, im Sinne eines ganzheitlichen Konzeptes, anzubieten.

Die Ambulanz befindet sich in den Räumlichkeiten der Mamma-Ambulanz im Tiefparterre des Neubaues der Chirurgischen Universitätsklinik. Auf Anmedlung/Wunsch steht onkologischen PatientInnen diese Betreuung täglich sowohl an den Bettenstationen als auch für Einzelgespräche in der Ambulanz eine ärztliche Psychotherapeutinnach telephonischer Voranmeldung zur Verfügung; Anmeldung: 0316.385.2739, Sekretärin Frau Fejer

PsychoOnkologische Betreuung-Hintergrund


Obwohl im Laufe der letzten Jahrzehnte große Entwicklungen im Gesellschaftlichen als auch der Medizin stattfanden, gehört das Thema "Krebs" noch häufig zu den Tabubereichen unserer Gesellschaft. Es löst bei vielen eine Kaskade negativer Gefühle aus, die von den Betroffenen und manchmal auch den Betreuern unmittelbar in die Nähe von Leiden, Schmerz und Tod gebracht werden, was für Krebskranke und deren Angehörige oft zu Kommunikationsproblemen führt.

An Krebs zu erkranken bedeutet nicht nur, an einer körperlichen Beeinträchtigung zu leiden, es bedeutet auch eine Veränderung im psychischen sowie im sozialem Erleben. Insgesamt bewirkt es also eine bio-psycho-soziale Veränderung. Plötzlich werden Rollenbilder wie z.B. "Ich bin jemand, der täglich zur Arbeit geht" oder "Ich bin eine, die die Familie versorgt" in Frage gestellt. Ängste und Verunsicherung stellen sich ein, viele Fragen tauchen auf. Das ganze Leben scheint verändert, nichts ist mehr so wie es war. Auch bei den Angehörigen herrscht Betroffenheit. Häufig entsteht aus der Unsicherheit über den Umgang mit Krebskranken eine Art Sprachlosigkeit. Häufig auch aus der Befürchtung heraus, den jeweils anderen damit zu beunruhigen.

Alle Betroffenen, sowohl PatientInnen wie auch deren Angehörige, befinden sich in einem Wechselbad der Gefühle. Im Laufe der Zeit werden mit Hilfe der PsychoOnkologie Strategien entwickelt, um mit dem schwer fassbaren umzugehen.

Anspruch der psychoonkologischen Betreuung ist es, die PatientInnen im Prozess der Krankheitsbewältigung zu unterstützen und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, um Gefühle und Empfindungen, die durch eine Krebserkrankung ausgelöst werden, zu verarbeiten.

Je nach Phase der Erkrankung stehen meist unterschiedliche Themen im Vordergrund.

1. Unmittelbar vor und nach der Diagnosestellung

Eine besondere Belastung stellt die Phase des Wartens auf das Ergebnis der diversen Untersuchungen, vor allem der Gewebeuntersuchung nach dem Eingriff dar und die Zeit vor der Festlegung der weiteren Therapie. In dieser Zeit bedrängen häufig große Unsicherheit, Angst und Verzweiflung die PatientIn. Nicht Wahrhabenwollen und Aussichtslosigkeit wechseln sich ab. Fragen wie "Warum gerade ich?", "Habe ich irgendetwas falsch gemacht?", "Gibt es eine Therapie oder nicht ?" tauchen auf. Auch die Angehörigen sind meist irritiert und nicht selten hilflos. Mit jemandem reden, der nicht betroffen ist, aber einfühlend zuhört, kann sowohl bei der PatientIn wie auch deren Angehörigen wesentliche Unterstützung, Hilfe und Erleichterung bringen.

2. Während einer Therapie

Ein Großteil der KrebspatientInnen muß sich einer Therapie in Form von Operation, Strahlen- und/oder Chemotherapie unterziehen. Die Ängste und Sorgen in dieser Zeit beschäftigen sich meist mit Fragen der Therapie. Was wird während dieser Zeit mit mir geschehen? Wie soll ich in dieser Zeit leben? Die PatientInnen sind häufig darüber verunsichert, in wieweit die Therapie auch ihre sozialen Beziehungen beeinflußen könnte.

Eine Operation an der Brust löst häufig die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Weiblichkeit aus. Zweifel an der eigenen Attraktivität tauchen auf. Auch existentielle Fragen wie z.B. was bedeutet die Krebserkrankung für mein Leben ? werden laut.

Hier greift die psycho-onkologische Betreuung ein und versucht, dem Patienten eine wesentliche stützende Begleitung darzustellen

3. Nach einer erfolgreich durchgeführten Therapie

Nach beendeter Therapie geht es darum, sich neu zu orientieren. Die PatientIn definiert neue Wertigkeiten in ihrem Leben. Sie ist gefordert, mit den möglichen körperlichen Einschränkungen und der vorhandenen Bedrohung, daß die Krankheit wieder auftreten kann, einen Weg in den Alltag zurückzufinden.

Vorallem in der Zeit um die notwendigen Nachsorgeuntersuchungen treten verstärkt Ängste auf. "Was passiert, wenn wieder etwas gefunden wird?", " Bin ich nun wirklich geheilt?"

4. Die Phase des Abschiednehmens

Aufgabe der psychoonkologischen Betreuung in dieser Phase ist es, die PatientIn in der Trauerarbeit um den Verlust der äußeren Welt zu begleiten, hilfreich bei der Bewältigung zu sein, mit den körperlichen Veränderungen und der damit verbundenen Verletzung des Selbstwertgefühls zurechtzukommen.

Für viele PatientInnen stehen religiöse Fragen im Mittelpunkt und das Bedürfnis dem Leben einen Sinn zu geben. Ziel der Begleitung in dieser Zeit ist es, gute innere Erfahrungen und Vorstellungen im Dialog wiederzubeleben, um letztendlich eine Aussöhnung mit dem eigenen Leben und auch mit dem Tod zu erlangen.

Ziel der psychoonkologischen Betreuung und Begleitung ist

den Prozeß der Bewältigung einer Krebserkrankung zu unterstützen. Durch Unterbrechung des Kreislaufs von innerer Anspannung und Angst können Übelkeit, Erbrechen und auch Schmerzen reduziert werden. Durch emotionale Entlastung und Unterstützung sollen möglichst günstige Bedingungen für den Krankheitverlauf geschaffen werden. Zwischenmenschliche bzw.innerpsychische Konflikte sollten auf der Basis einer verlässlichen Beziehung unter Anwendung einer psychotherapeutischen Methode bearbeitet werden.


Frau Univ.Prof.Dr.Ursula Wissiak
Tel.: 0676 - 330 26 95
Klinik.: 0316 - 385 - 83037 (med.Psychologie)
Tel.: 0316 - 385 - 2739 (MammaAmbulanz)
email: ursula.wisiak@meduni-graz.at

Frau Dr. Inge Wressnig
Praxis 8010 Graz,  Muchargasse 34
Tel.: 0316 - 68 51 75
e-mail.:  inge.wressnig@a1.net


Die Psychoonkologische Betreuung wird als Erstkontakt sowohl auf der UnivKlinik für Chirurgie als auch in den entsprechenden Sanatorien vermittelt und angeboten als begleitende Therapie



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